Caroline Kropf - SWS - Sozialwerke Pfarrer Sieber

Ist dankbar für das Angebot Gassentierarzt

Caroline Kropf

Caroline Kropf ist pensioniert. Mit ihrer kleinen Rente könnte sie sich die Kastration ihrer Hündin bei einem Tierarzt zu normalen Tarifen nicht leisten. Dank dem Gassentierarzt ist das jedoch möglich.

Caroline Kropf ist glücklich. Die Kastration ihrer Hündin Zina ist problemlos verlaufen und hat keine negativen Folgen für ihren Liebling. Das ergibt die Nachkontrolle durch Tierärztin Igna Wojtyna in der Tiersprechstunde. Auf diese wurde die Rentnerin durch eine Freundin aufmerksam gemacht. „Ohne diesen Tipp wäre es für mich sehr schwierig geworden“, sagt sie, deren AHV minimal ist und die damit gerade so über die Runden kommt. Gerne hätte sie zwar weitergearbeitet, statt sich pensionieren zu lassen. Als Pflegefachfrau sei ihr dies allerdings nicht möglich gewesen, so Kropf. Die gesetzlichen Bestimmungen liessen es nicht zu. Mit ihrem schmalen Budget wurde so die Kastration ihrer Zina zum grossen Problem. „Ich mag mir nicht vorstellen, was ich ohne Gassentierarzt gemacht hätte“, sagt sie und ihr Blick schweift über die graue Gasse vor dem grossen Fenster. Das Weggeben ihrer Zina hätte ihr das Herz gebrochen. So können die beiden zusammen bleiben.

 

Täglich frische Luft

Dank Zina kommt Caroline Kropf immer wieder mit anderen Hundehaltern in Kontakt. „Die Spaziergänge mit meinem Hund tun mir aber auch sonst gut“, sagt sie schmunzelnd. „So bin ich täglich an der frischen Luft.“ Die Atmosphäre im Gassentierarzt-Lokal empfindet Caroline Kropf als sehr entspannt und friedlich. Und das, obschon an diesem Nachmittag zeitweise sechs Hunde gleichzeitig im Raum sind. Zwar beschnuppern sie sich interessiert. Gebell oder gar Radau gibt es aber nicht. Mirjam Spring, die Leiterin des Projekts Gassentierarzt, und Igna Wojtyna wissen, je nach Bedarf mit beruhigendem Zureden und klaren Befehlen Ruhe und Ordnung zu schaffen. Das schafft auch unter den Tierhaltern eine entspannte Stimmung. Man beginnt zu plaudern und von sich zu erzählen. Caroline Kropf ist zufrieden. Sie hat in der Tiersprechstunde des Gassentierarzts mehr bekommen als nur die Nachkontrolle ihrer Zina. „Für dieses Angebot bin ich sehr dankbar“, sagt sie. „Für Menschen in prekären Lebenssituationen ist es ein Segen.“

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