Tamara S. - SWS - Sozialwerke Pfarrer Sieber

Ist dankbar für das Angebot Gassentierarzt

Tamara S.

Tamara S. besucht die Sprechstunde der Gassentierärztin immer mal wieder. Dort findet sie nicht nur eine kompetente und preisgünstige Behandlung ihrer Katze, sondern auch ein offenes Ohr für ihre eigenen Sorgen.

„Halt, du bleibst hier drinnen, bis der Hund weg ist“, sagt Tamara zu ihrer Katze Simba, als die sehnsüchtig ihren Kopf aus der sich öffnenden Lasche der Transportkiste streckt. Nachdem der ältere Herr mit seinem Schäferhund das Lokal verlassen hat, darf Simba aus der Box. Tamara hält ihren Liebling gekonnt fest, damit Tierärztin Igna Wojtyna die wunden Zitzen der Katze untersuchen kann. Es ist nichts Gravierendes, wie sich herausstellt. Die Tierärztin rät der jungen Frau, die Zitzen ihrer Katze regelmässig mit Kamillentee zu reinigen. Stelle sich dann keine Besserung ein, solle sie sich wieder melden. Tamara Stauber steckt Simba wieder in ihre Transporttasche zurück. Sie ist erleichtert – und beginnt, Mirjam Spring von sich und ihrer Katze zu berichten, während Igna Wojtyna bereits einen nächsten Klienten mit seinem Pudel begrüsst.

 

Mensch und Tier profitieren

„Auf die Gassentierärztin bin ich vor drei Jahren durch eine Bekannte aufmerksam gemacht worden“, sagt Tamara. Damals habe sie für ihren Liebling dringend einen Tierarzt gesucht, als IV-Bezügerin aber die üblichen Tarife für eine Behandlung nicht bezahlen können. So fand sie zu Mirjam Spring und Igna Wojtyna. „Ich bin sehr dankbar für dieses Angebot“, sagt die junge Frau. Nur so sei es ihr möglich, ein Haustier zu halten. „Für mich ist Simba wie ein Mensch. Sie gibt mir mit ihren Ansprüchen eine Tagesstruktur und verlangt Zuwendung und Aufmerksamkeit.“ Von der Katze wiederum bekomme sie selbst jene Zuneigung, die sie von Menschen sonst nicht erhalte. „Ich mag mir nicht vorstellen, was wäre, wenn es den Gassentierarzt nicht gäbe.“

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