Jana Tobler - SWS - Sozialwerke Pfarrer Sieber

Mitarbeiterin Ur-Dörfli

Jana Tobler

Jana Tobler begann 2009 als freiwillige Mitarbeiterin in der damaligen Notschlafstelle der SWS zu arbeiten. Seit der Auflösung der Notunterkunft in Urdorf im Frühling 2010 ist die Mutter dreier Kinder als Betreuerin im Ur-Dörfli in Pfäffikon ZH tätig.

Jana Tobler ist eine Frau, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionieren würde. So arbeitete sie während Jahren als Sekretärin für verschiedene grosse Schweizer Unternehmen und zog mit ihrem Mann drei Kinder gross. Gleichzeitig engagierte sie sich stets ehrenamtlich im Dorf und der Umgebung. In Zusammenarbeit mit der Spitex betreute sie so eine demenzkranke Nachbarin, sie arbeitete als Aufgabenhilfe für die örtliche Schule, half bei der Kinderbetreuung und beim Mittagstisch der Schule tatkräftig mit. Und nie wurde es ihr zu viel. So erstaunt es nicht, dass die umtriebige Frau nicht zögerte, sich 2009 auf einen Aufruf der Sozialwerke Pfarrer Sieber (SWS) für eine Betreuung der Notschlafstelle in Urdorf zu melden. „Weil ich damals gerade ohne Anstellung war und nichts Passendes fand, sagte ich mir: „Probier mal was Neues. Wenn die Sozialwerke Pfarrer Sieber dich brauchen können, dann nimm die Herausforderung an“, erinnert sich Jana Tobler. „Die Arbeit gefiel mir. Ich kam mit Menschen in Kontakt, die meine Unterstützung dringend nötig hatten. Das beflügelte mich.“ Die Anstellung war auf sieben Monate angelegt, bis zur Schliessung der Notschlafstelle. Doch danach war für Jana Tobler das Kapitel SWS keineswegs abgeschlossen. Für sie eigentlich unerwartet, fand die Geschichte ihre Fortsetzung.

Eine Blindbewerbung mit Folgen

Weil ihr die Arbeit so gut gefiel, signalisierte Jana Tobler mit einer Blindbewerbung ihr Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit. „Ich habe während der intensiven Zeit in der Notschlafstelle ganz andere Eigenschaften an mir kennengelernt: Geduld, Nachsicht und Einfühlungsvermögen.“ Zu ihrem Erstaunen dauerte es keine zwei Wochen, und sie bekam vom Leiter des Ur-Dörfli einen Anruf. Er suche jemanden für die Nachtwache im Ur-Dörfli und könne sie sich gut vorstellen. Seither arbeitet Jana Tobler im Ur-Dörfli. Die Nachtwachen beinhalten nicht nur Kontrollgänge im vierstöckigen Haus mit seinen 29 Bewohnern, sondern auch die Medikamentenabgabe, Reinigungsarbeiten und an den Wochenenden die Zubereitung von Mahlzeiten. Und das Zuhören. „Ich höre den Menschen zu, muntere sie auf oder beruhige sie, ich berate und tröste.“ Diese Gespräche seien auch für sie wichtig, weil sie so viel über die Menschen und das Leben lerne. 

Wichtige Ansprechpartnerin für die Bewohner

„Im Ur-Dörfli fühle ich mich aufgehoben wie in einer Grossfamilie“, sagt Jana Tobler. Das sei etwas, das sie als Einzelkind sehr vermisst habe. Es erstaunt daher nicht, dass die Frau mit dem grossen Herzen von einzelnen Bewohnern auch schon als „Mamma“ angesprochen wird.

Im Ur-Dörfli fühle ich mich aufgehoben wie in einer grossen Familie.Jana Tobler

Mit ihrer ruhigen aber aufgestellten Art kommt Jana Tobler gut an. Und sie erhalte von den Bewohnern ebenfalls etwas zurück, sagt sie. „Ich lerne von ihnen einiges.“ Gelernt habe sie aber auch viel vom Leiter des Ur-Dörfli. „Ich habe schon etliche Chefs erlebt“, sagt sie. Ur-Dörfli-Leiter George Angehrn sei für sie jedoch der Idealtyp eines Chefs. „Er packt an und redet nicht nur davon. Ich schätze seine Fairness und seinen Respekt den Mitarbeitern gegenüber ebenso wie seine klare Linie und seine Direktheit.“ Für Jana Tobler ist klar, dass sie auch weiterhin in der Sozialarbeit tätig sein will. Die vielseitige Frau wäre jedoch nicht sie selbst, wenn sie sich nicht neue Ziele stecken würde. „Wenn ich es kräftemässig und organisatorisch schaffe, möchte ich noch eine Ausbildung im Sozialbereich machen.“    

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