Ein Gefühl wie vor 2000 Jahren

An unserer Gassenweihnacht im Holzunterstand und in einem Festzelt auf dem Zürcher Kasernenareal nahmen am 24. Dezember rund 150 Obdachlose und Vereinsamte teil.

So dürften sich Joseph und Maria vor über 2000 Jahren gefühlt haben, als sie auf der Suche nach einer Herberge nur in einem zugigen Stall Unterschlupf fanden. Unsere Gassenweihnacht im Holzunterstand und einem Zelt brachte eine Ahnung dieser damaligen Atmosphäre. Doch wie damals konnte auch hier die bissige Kälte dieses grauen Wintertags das hoffnungsvolle Wesentliche der weihnachtlichen Botschaft nicht ersticken. Auf dem Kasernenareal freuten sich über 150 obdachlose und vereinsamte Menschen, gemeinsam mit Mitarbeitenden und Freiwilligen unserer Stiftung, über das Wesentliche von Weihnachten: eine hoffnungsvolle Gemeinschaft, die die Einsamkeit vertreibt. Bei wärmender Gemüsesuppe, Käse, Brot, Kaffee, Tee, Kuchen, einem Quiz, Live-Musik und der humorvoll inszenierten Weihnachtsgeschichte unseres wackeren Seelsorgeteams kam man ins Gespräch und erfreute sich daran, diesen Tag nicht allein zu verbringen.

Drinnen und draussen in Gemeinschaft
Weihnachten ist das Fest der Familie und der emotionalen Nähe. Für einsame und obdachlose Menschen ist es besonders schwer, diesem Ideal zu begegnen. Deshalb finden in allen unseren Einrichtungen über die Feiertage Weihnachtsfeiern statt. Doch nicht alle Obdachlosen finden den Weg in die Wohneinrichtungen oder Notschlafstellen. Um auch diesen Menschen Gemein­schaft und Wärme zu bieten, führten wir die Gassenweihnacht auf dem Kasernenareal durch. Zu Recht, wie der rege Zuspruch nahe legt.