Martin Pálfalvy

Er kennt die Sunestube und deren Gäste wie seine Hosentaschen. Seit 16 Jahren arbeitet der in seiner Freizeit passionierte Gärtner mit dem breiten Zürcher Dialekt im engen Lokal an der Militärstrasse. 

Diese Treue ist ein Schlüssel zum Erfolg der Sunestube. Denn nur, wenn sie Vertrauen ins Personal haben, öffnen sich unsere Gäste und sind zu Schritten aus ihren zumeist schwierigen Lebenssituationen bereit. Und Vertrauen aufzubauen, braucht Zeit. «Wer im Leben schon x-mal enttäuscht wurde, braucht umso länger, um wieder Vertrauen zu fassen», weiss Pálfalvy. 
Dass sich der Beziehungsaufbau lohnt, beweisen jene Gäste, die es schaffen und der Sunestube irgendwann fernbleiben. Wie etwa jener einst schwerst drogensüchtige Sunestubegast, der nach Jahren plötzlich wieder vor Martin stand. Er hatte den Rank gefunden und in der Region ein Coiffeurgeschäft aufgebaut. «Er war einfach gekommen, um uns danke zu sagen für unsere Geduld und unsere Unterstützung während seiner dunkelsten Zeit», erinnert sich Pálfalvy. «Sowas berührt.» Und motiviert. Denn meist ist der Alltag weniger glanzvoll. «Mein Ziel ist es, täglich mindestens einen Gast zum Lachen zu bringen», sagt Martin. Und fügt augenzwinkernd hinzu: «Das schaffen wir meist spielend.» Trotz ihrer zumeist dramatischen Lebensumstände haben viele Sunestubegäste ihren Humor nicht verloren. 

• Walter von Arburg, Leiter Kommunikation und Mittelbeschaffung